DR. ALMUTE NISCHAK, INSTITUT und PRAXIS für systemische Therapie und Traumatherapie
Ethnologin • Systemische Therapeutin und Beraterin (SG) • Komplex-systemische Traumatherapie (KST) • PITT • Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit und enaktive Traumatherapie • Trainerin und Seminarleiterin

Neurobiologie traumatischer Erfahrungen

  

In vielen Bereichen von Jugendarbeit und Jugendhilfe gibt es Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die noch traumatisierende Ereignisse erleben oder erlebt haben. Abhängig von Alter, Art und Häufigkeit der traumatischen Erfahrungen zeitigen traumatische Erfahrungen tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Körper, Geist und Identität der Person. Diese Auswirkungen lassen sich heute neurobiologisch und psychotraumatologisch gut herleiten und psychoedukativ in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einbringen. 

Gerald Hüther schrieb bereits 2010: „Kindergehirne sind - vor allem in den höheren Bereichen und auf den komplexeren Verarbeitungsebenen - noch nicht stabil vernetzt, diese Strukturen müssen erst noch erfahrungsbedingt stabilisiert werden. Frühkindliche Traumatisierungen manifestieren sich daher nicht auf der Ebene und im Kontext bereits vorhandener Strukturen, sondern auf der Ebene des nun weiter ablaufenden Strukturierungsprozesses.“

Mit einem vertiefenden Verständnis der neurobiologischen Grundlagen wird nachvollziehbar, wie sich traumatische Erfahrungen auf Gehirn und Organismus auswirken und welche (Verteidigungs-)Systeme zum Überleben aktiviert werden mussten. 

Inhalt

  • Definition Trauma
  • von „zerspringenden Spiegeln“ und „Traumatischen Zangen“
  • Unterscheidung von Mono- und sequentiellen Traumatisierungen aus Sicht der Neurobiologie
  • Traumabedingte Dissoziation als zentraler Aspekt von Trauma
  • Auswirkungen auf Körper, Geist, Seele und Gedächtnis
  • „Angefasst“ - die Verkörperung des Schreckens
  • Stresstoleranz und Steigerung des Handlungsvermögen