DR. ALMUTE NISCHAK, INSTITUT und PRAXIS für systemische Therapie und Traumatherapie
Ethnologin • Systemische Therapeutin und Beraterin (SG) • Komplex-systemische Traumatherapie (KST) • PITT • Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit und enaktive Traumatherapie • Trainerin und Seminarleiterin

Einführung in Theorie und Methodik der Strukturellen Dissoziation

 

Menschen mit frühen, langanhaltenden und wiederholten Traumatisierungen benötigen ein Verständnis, das den Mechanismus der Dissoziation in den Mittelpunkt rückt. Dieser ist uns angeboren und wird meist als „Schutzmechanismus“ verstanden. Doch was anfänglich schützt, führt durch die Nicht-Integration des Erlebten als Folge traumatischer Erfahrungen zu einer veränderten Wahrnehmung und Identitätsbildung. Dabei gilt, je mehr traumatische Erfahrungen gespeicherten werden, umso mehr dissoziatives Geschehen ist zu erwarten.

Dem niederländischen Psychotraumatologen Ellert R.S. Nijenhuis ist es – basierend auf den frühen Erkenntnissen Pierre Janets – gelungen, eine profunde Theorie zur Behandlung traumabezogener struktureller Dissoziation zu entwickeln. Darauf aufbauend lehrt Nijenhuis seit vielen Jahren die Methodik der enaktiven Traumatherapie.

Dieses Seminars führt in die Theorie der Strukturellen Dissoziation sowie in die Grundlagen der Enaktive Traumatherapie mit dem Ziel eines differenziertes Verständnisses für die Folgen komplexer Traumatisierung auf Person, Handeln und Persönlichkeitsentwicklung ein.

Zielgruppe:  TherapeutInnen, BeraterInnen, ÄrztInnen, SupervisorInnen und MitarbeiterInnen im psychosozialen Bereich 

Angewandte Methoden: Theoretischer Input, Gruppenarbeit, Kreative Methoden, Filmausschnitte und Fallbeispiele

 

 

 

 

Inhalt:

•  Einführung in die Theorie der Strukturellen Dissoziation
•  Belastende Ereignisse und deren Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele
•  Definition traumabedingter Dissoziation/ Risikofaktoren
•  Dissoziation der Persönlichkeit – was bedeutet das?
•  Trauma-Trinität: Ignoranz – Fragilität – Kontrolle vs. Realisierung
•  Dissoziative Symptome und die Verkörperung des Schreckens
•  Dissoziative Anteile, Stresstoleranz und Handlungsvermögen
•  Enaktives Traumaverständnis für die Praxis